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Wussten Sie schon, dass ... unsere Nutzpflanzen zu ca. 80% von Honigbienen bestäubt werden?
Wussten Sie schon, dass ... Obst- und andere Fruchterträge bei Bienenbestäubung ca. drei- bis viermal höher ausfallen?
Wussten Sie schon, dass ... Bienenvölker zwischen 20 bis 70.000 Arbeitsbienen besitzen?
Wussten Sie schon, dass ... eine Biene im Sommer nur sechs bis sieben Wochen lebt und sich in der Arbeit verbraucht? Winterbienen leben bis zu neun Monate; eine Königin zwischen drei und fünf Jahren!
Wussten Sie schon, dass ... eine Königin im Mai/Juni bis zu 2.000 Eier pro Tag legt und in einem Jahr bis zu 130.000?

Interesse am Imkern und Bienenzüchten?

Wir treffen uns

jeden 2. Mittwoch im Monat
um 19:30h in der
Hegelstr. 29
40723 Hilden


Einfach vorbei kommen!

(kein Treffen im August und Dezember)

Kontakt: J. Caspary, Tel.: 0176-50483929

E-Mail: j.caspary (at) unitybox.de

Die Bienen und ihre Produkte

Die Bienenwohnung

Im Gegensatz zu den früher verwendeten Strohkörben benutzt man heute "Beuten". Der Begriff "Beute" bezeichnet eine Bienenwohnung, in welcher der Honigraum durch ein Absperrgitter künstlich vom Brutraum getrennt ist, so dass die Honiggewinnung erleichtert wird.

KorbbeutenKorbbeuten - früher MagazinbeutenMagazinbeuten

Heute werden häufig “Magazinbeuten” benutzt, die aus einzelnen Bauteilen "Zargen" bestehen und durch Aufeinanderstellen nach dem Baukastenprinzip den jeweiligen Erfordernissen angepasst werden können. 

In die Beuten werden Rähmchen mit Mittelwänden eingehängt, in die die Bienen Waben bauen. Der Imker gibt Mittelwände aus Wachs vor, um einfacher zu arbeiten, Arbeitsenergie der Bienen zu sparen und die Größe der Wabenzellen zu beeinflussen (Reduzieren von Drohnenbrut). 

Zum Imkerwerkzeug gehören unter anderem der Smoker zum Beruhigen der Bienen, die Schutzkleidung (Hut, Schleier und Handschuhe) sowie Stockmeißel und Handfeger.

Mittelwand Handfeger
Smoker Handschuhe  
Das Bienenvolk

Das Bienenvolk besteht im Winter aus einer Königin und ca. 10.000 Arbeiterinnen. Im Sommer findet man eine Königin, 20.000 bis 70.000 Arbeiterinnen sowie ca. 300 bis 3.000 Drohnen.

KöniginDie Königin (Weisel) ist das größte Bienenwesen im Volk. Sie legt bis zu 2.000 Eier am Tag und wird bis zu 5 Jahre alt. Sie steuert die Vorgänge im Volk durch ihre Duftstoffe (Pheromone). Sinkt deren Konzentration ab, weil das Volk zu groß oder die Königin krank ist, so ziehen die Arbeiterinnen eine neue Königin heran, um ein neues Volk (Schwarm) zu bilden oder die Königin zu ersetzen ("Umweiseln" oder "Nachschaffen"). 

Arbeiterinnen entstehen aus befruchteten Eiern. Sie verrichten Putzdienst (1.- 3.  Lebenstag), kümmern sich um die Brut (4.- 10. Tag), bauen Waben, bewachen das Flugloch (11.- 20. Tag) und sammeln Honig und Pollen (21.- 40. Tag). 

Drohnen sind die männlichen Bienen. Sie entstehen aus unbefruchteten Eiern und sind ab dem 12. Lebenstag begattungsfähig. Am Ende der Paarungszeit werden sie von den Arbeiterinnen im Rahmen der sog. "Drohnenschlacht" im Juli/August ausdem Volk vertrieben. 

 

 

Königin  

Fortpflanzung und Entwicklung 

Im Alter von 4 bis 5 Tagen kommen die Königinnen in die Brunst und fliegen auf ihren Paarungsflügen zu Sammelplätzen, wo sich die Drohnen verschiedener Völker einfinden. Die Begattung erfolgt in ca. 10 m Höhe.

Vom Ei zur Biene

Die Eiablage erfolgt in eine leere Brutzelle. Die Königin klebt es am Zellboden senkrecht an. Dieses stiftförmige Gebilde (Länge: 1,3-1,8 mm) neigt sich im Laufe von drei Tagen, bis es auf dem Zellboden liegt. Daraus
entwickelt sich die Rundmade. Die Ammenbienen sondern Futtersaft in die Zelle ab, in dem die Made schwimmt. Das Wachstum verläuft exponentiell (Gewichtsverlauf, 2. Tag: 3,4 mg, 3. Tag: 33,3 mg, 4. Tag: 100,1 mg, 5. Tag: 134,5 mg, 6. Tag: 155,2 mg). 

Nach 5,5 bis 6 Tagen ist die Made zu groß, um noch in der Zelle zu liegen, sie beginnt sich aufrecht zu strecken (Streckmade). Der Mund befindet sich an der Zellöffnung; die Zellen werden nun verdeckelt - damit endet auch die Fütterung durch die Ammenbienen. Der Deckel ist nicht luftdicht, da die Made sonst keine Atemluft bekommen würde. Die Streckmade beginnt einen Kokon um sich zu spinnen. 

Man spricht nun von Vorpuppe, später von Puppe. 15 Tage nach der Eiablage ist nun schon die spätere Jungbiene zu erkennen. Die Puppe ist anfangs noch vollkommen weiß und wird bis zum Schlüpfen immer dunkler, es findet eine Verhärtung des Chitinpanzers statt. Nach dem Durchnagen des Deckels schlüpft die Jungbiene.  

Die 13 Segmente (Ringe), die bei der Made noch ersichtlich sind, können bei der Jungbiene noch nachgewiesen werden. Sie verfügt über Flügel, die vorher nur als Flügelanlagen erkennbar waren. Die Chitinhaut der Made hat sich zu einem harten Chitinpanzer verwandelt. Die Jungbiene verfügt des Weiteren über ein dichtes Haarkleid, welches nach dem Schlüpfen erscheint.  

Die Entwicklung vom Ei bis zur Biene dauert bei der Königin 16 Tage, bei der Arbeiterin 21 Tage und beim Drohn 24 Tage.

Bienen beim Füttern 

Die Bienenprodukte
Biene beim Nektarsammeln
Honig abfüllen

In den Bienenprodukten stecken die Heilkräfte der Pflanzen, gespeicherte Sonnenkraft, Energie auf kleinstem Raum. Seit Tausenden von Jahren wird Honig nicht nur als Energielieferant für die Bienen, sondern auch als wertvolles Nahrungsmittel für den Menschen genutzt. Aber auch andere Produkte der Biene wie Pollen, Propolis, Gelee Royal oder das Bienengift spielen eine wichtige Rolle, beispielsweise in der medizinischen Behandlung. Bienenwachs dient als Grundlage für Salben und Pflegemittel sowie der Herstellung von Kerzen.

Nektar ist der zuckerreiche Saft, der von den Nektarien der Blütenpflanzen abgesondert und aus dem Blütenhonig produziert wird. Honigtau bezeichnet die Zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukte von Insekten (z.B. Blattläusen). Aus Honigtau stellen die Bienen "Blatthonig" (z. B. Waldhonig) her.

 

 

Der Nektar oder Honigtau wird von den Bienen aufgenommen, in der Honigblase gesammelt, mit Speichel und Sekreten veredelt, eingedickt, fermentiert und dann in die Waben eingelagert. Ist dieser Vorgang der Reifung abgeschlossen, so werden die Wabenzellen mit einer dünnen Wachsschicht verschlossen und der Honig ist fertig. Honig ist Energie- und Nahrungslieferant für die Bienen, er stellt auch ein wichtiges Nahrungsmittel für den Menschen dar. Honig ist auch wegen seiner Inhaltsstoffe ein ganz besonderes Produkt. Er ist nämlich nicht nur Kalorienspender wie der Zucker, sondern er besitzt einen Fächer von Enzymen, Vitaminen, Mineralstoffen, Säuren, Eiweißsubstanzen, Botenstoffen, Gerbstoffen und eine ganze Zahl von antibakteriellen Wirksubstanzen. 

 

Honig wird durch Schleudern der Waben gewonnen, anschließend gesiebt und gerührt. Letzteres sorgt für die gewünschte Konsistenz des Honigs.  

Zu den lebensmittelrechtlichen Qualitätsmerkmalen zählt z. B. ein Wassergehalt unter 20%, der mittels eines  Refraktometers gemessen wird. Die sensorische Qualitätsbeurteilung umfasst Farbe, Konsistenz, Geruch und Geschmack des Honigs.  

Bienen mit PollenPollen sind die männlichen Keimzellen der Blütenpflanzen. Zahlreiche Pflanzen haben sich auf eine Bestäubung durch Tiere spezialisiert. Pollen, der beim Nektarsammeln am Körper der Biene hängen bleibt, wird von der Biene abgebürstet und mit Speichel vermengt als "Höschen" am Hinterbein befestigt, in den Bienenstand transportiert und in den Waben deponiert. Bis zu 4 Mio. Pollenkörner werden je Ausflug gesammelt. Der Pollen wird um das Brutnest herum eingelagert, da er das Eiweiß für die Aufzucht der Brut liefert. 

Die Wabenzelle wird mit Honig aufgefüllt, so dass die Enzyme des Honigs den Pollen fermentieren. Es entsteht das so genannte "Bienenbrot". Die Mischung aus Pollen, Honig und Wachs wird als Ambrosia, die Speise der Götter, bezeichnet! Pollen dient auf Grund seines hohen Eiweißgehaltes als Aufbaumittel bei allgemeiner Schwäche und wird zur Desensibilisierung bei Pollenallergikern eingesetzt. Die Gewinnung von Pollen erfolgt durch Gitter am Flugloch, die die Pollenpäckchen von den Beinen der Bienen abstreifen. 

WaabenzellenFür die Bestimmung der Herkunft des Honigs wird unter anderem die Pollenanalyse herangezogen, da in jedem Honig auch geringe Mengen Pollen enthalten sind und von der Form, Größe und Farbe des Pollens auf die Pflanze geschlossen werden kann, von der er stammt. 

Bienenwachs wird von den 3 Paar Wachsdrüsen am Hinterleib von 12 bis 18 Tage alten Arbeiterinnenbienen produziert. Die Bienen produzieren Wachs, um daraus ihre Waben zu erstellen. 

Die Wabenzellen werden nach einem perfekten Sechseckmuster gebaut und haben eine Tiefe von 10 -12 mm und einen Durchmesser von 5,37 mm. Lediglich Zellen, in denen Drohnen aufwachsen sollen, haben einen Durchmesser von 6,9 mm. 

Der Mensch nutzt Wachs als Salbengrundlage, für Kerzen, zur Wachsbildnerei und als Pflegemittel. Außerdem wurde Wachs in Ägypten zur Mumifikation von Leichen verwendet. Die Gewinnung des Wachses erfolgt durch das Einschmelzen der Waben, z. B. mittels eines Sonnenwachsschmelzers, und anschließendem Reinigen in heißem Wasser. 

Gelee Royal wird in den Schlund- und Oberkieferdrüsen der 3 bis 10 Tage alten Ammenbienen produziert. Es dient der Aufzucht der Brut, speziell aber der Ernährung der Königin. Alle Larven erhalten an den ersten drei Lebenstagen Gelee Royal. Die Arbeiterinnenlarven erhalten ab dem 4. Tag zusätzlich zu klarem Gelee Royal auch Pollen und Honig, was zu einer Rückbildung der Geschlechtsorgane führt. Die Königinnenlarven erhalten weißes Gelee Royal, das von jungen Ammenbienen produziert wird und 10 mal mehr Biopterin enthält, als das von den älteren Bienen produzierte Gelee Royal. Die Königin erhält zeitlebens Gelee Royal. Gelee Royal wirkt bakterizid und wird beim Menschen zur Therapie verschiedenster Gebrechen eingesetzt. Da es bitter und moderig schmeckt und in hohen Dosierungen zu Magen-Darm-Reizungen führt, sollte es sehr sparsam verwendet werden! Die Gewinnung erfolgt durch das Ausräumen der Königinnenzellen, in denen die Maden im Gelee Royal schwimmen. 

PropolisPropolis ist kein körpereigenes Produkt der Bienen, sondern es wird von den Blattknospen und der Baumrinde gesammelt. Es stammt z.B. von Pappeln (braun), Erlen (gelb) oder Birken (schwarz).

Es besteht aus Harz (50%), Wachs (30%), ätherischen Ölen (10%) sowie Eiweißen, Spurenelementen und Vitaminen. Es wird von der Biene als so genanntes "Kittharz" zum Abdichten aller Ritzen und Spalten der Behausung verwendet. Es ist sehr klebrig und wirkt gegen zahlreiche Pilze, Viren und Bakterien. Es dient daher beim Menschen zur Behandlung von Entzündungen der Haut und der Schleimhäute.  

Bienengift wird von den Arbeiterinnen und der Königin ab dem Alter von 14 Tagen in der Giftdrüse produziert und in der Giftblase (0,3 mg/Biene) gespeichert. Der Bienenstachel besteht aus zwei Stechborsten, die in einer Stachelrinne verlaufen und in ihrem Zentrum einen Kanal bilden, durch den das Gift fließt. Die Stechborsten können wie zwei Sägemesser gegeneinander bewegt werden. Bei einem Bienenstich in die Haut von Säugetieren reißt die Giftblase aus der Biene und ein Muskel pumpt das Gift in den "Feind". Außerdem markieren Alarmduftstoffe das "Ziel" und animieren andere Bienen gleichfalls zum Stechen. Bienengift wird in der Medizin zum Beispiel bei Rheuma eingesetzt. Die Gewinnung erfolgt mittels  mechanischer oder elektrischer Reizung der Bienen, die sie stimuliert, das Gift abzuspritzen. 

 

Zusammengestellt aus Beiträgen des DIB, CMA und Wikipedia von Detlev Garn

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